Das Rugby Projekt im TSV Egestorf

Eine Reihe von jungen Männern und Jugendlichen, die teilweise einen ersten Kontakt zum Rugby-Sport haben, haben mit Hilfe des TSV-Egestorf ein Rugby-Projekt ins Leben gerufen, dass Anfang Mai 2010 startete.Rugby TSV Egestorf 005
Zunächst werden die komplexen Regeln erläutert und von den Spielern verinnerlicht, die körperlichen Voraussetzungen aufgebaut und das Spiel mit dem “Ei” erlernt.

Getragen wird das Projekt vom TSV-Egestorf, der den Spielern Trainingsplatz, Spielgeräte und einen Trainer zur Verfügung stellt.

Als Trainer konnte der vielfache Nationalspieler Frank Himmer gewonnen werden, der u. a. auch die U 18-Nationalmannschaft trainiert Rugby TSV Egestorf 002und ein angesehener internationaler Schiedsrichter ist.

Betreuen wird die Mannschaft Karl-Heinz Tiemann, Leiter der Abteilung Tennis im TSV Egestorf, der selbst in jungen Jahren u.a. für Deutschland Rugby gespielt hat.

Zum Start stiftete die Volksbank Barsinghausen, anlässlich ihres 150 jährigen Bestehens, 5 Rugbybälle, die vom Filialdirektor Uwe Schröder am 8.5.2010 überreicht wurden.
Weitere 5 Bälle wurden vom Unternehmen Fliesen 2000 durch den Inhaber Ulrich Nitschke gesponsert.

Auch der Vorsitzende des niedersächsischen Rugby-Verbandes, Herr Achim Behring-Scheil, überbrachte persönlich die Wünsche des Verbandes und der gesamten Rugby-Familie.

Die Trainingstage, Freitag ab 16.30 Uhr und Dienstag ab 20.00 Uhr werden regelmäßig von jeweils über 20 Spielern besucht, sodass Trainer und Betreuer ihr Konzept umsetzen können.

Regelabende und Mannschaftsgespräche runden das Projekt ab.

Eine Teilnahme am Beachrugby-Turnier Ende Juli in Steinhude und ein erstes Kräftemessen bei befreundeten Rugbyspielern in Rastede sind bereits geplant.Rugby TSV Egestorf 003

Interessierte am Rugbysport können gerne zuschauen oder mitmachen.

Für Informationen erhalten Sie bei:

Karl-Heinz Tiemann 05105  8 45 55

Adrian de Riz  05105  8 48 47

Timo Verwold 05105  8 29 68

 

Die Sportart Rugby ist in Deutschland vielen ein Begriff, wird aber immer wieder mit anderen Sportarten verwechselt, wie z. B. mit dem American Football, das sich aus dem Rugby entwickelt hat und Außenstehenden oft nur die Helme und Polsterungen auf dem Spielfeld in Erinnerung sind.

Betrachtet man Rugby näher, so merkt man schnell, dass es sich nicht um ein Spiel handelt, bei dem alles erlaubt ist. Grundlage des Rugbysports ist ein komplexes Regelwerk, dass es ermöglicht, strukturiert einen taktischen, sowie körperlichen und geistig anspruchsvollen Sport zu betreiben.

Rugby ist sicherlich ein harter, aber sehr fairer Sport, bei dem Körperkontakt nicht nur erlaubt sondern gewünscht ist. Härte im Spiel richtet sich in erster Linie aber nicht gegen den Spielpartner, sondern auch gegen sich selbst. Rugby-Spieler und jetzt seit längerem auch Rugby-Spielerinnen, können wichtige Fähigkeiten wie Mut, Selbstvertrauen, Kraft, Ausdauer, körperliche Robustheit entwickeln und die Überwindung der eigenen Ängste vor dem Zupacken und gepackt werden überwinden.

Als sehr attraktive Sportart ermöglicht es Rugby auch Spielern verschiedenster Spielstärke, Statur und Gewicht, im Team ganz persönliche Fähigkeiten zu entfalten und weiter zu entwickeln. In einem Rugby-Team gibt es eine Reihe von Positionen, auf denen Spieler mit ganz unterschiedlichen körperlichen Eigenschaften und Talenten eingesetzt werden können.

Da es sich um einen ausgesprochenen Mannschaftssport handelt, bei dem alle Spieler auf die individuellen Fähigkeiten der Mitspieler angewiesen sind und darauf vertrauen, ist Rugby besonders geeignet Teamfähigkeit zu fördern und auszubilden.

Der Legende nach, ist Rugby während eines Fußballspiels in der gleichnamigen Stadt entstanden, als der Spieler William Webb, im Jahre 1823, den Ball mit den Händen nahm und ihn in das Tor des Gegners legte. Sicherlich bestehen berechtigte Zweifel am Wahrheitsgehalt der Gründungsgeschichte, aber nach wie vor ist der Pokal der Rugby-Union-WM nach William Webb-Ellis benannt.

In Deutschland wird im Wesentlichen das sogenannte 15er-Rugby(nach der Anzahl der Spieler) praktiziert, aber auch das 7er-Rugby, mit geänderten Regeln und verkürzten Spielzeiten, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dieses belegen insbesondere die durchgeführten Europameisterschaften in der hannoverschen AWD-Arena in den Jahren 2008 und 2009. 7er-Rugby wird ab 2016 olympisch und Deutschland hat sich darüber hinaus für das Jahr 2013 für die Weltmeisterschaft im 7er Rugby beworben.

Die 15-Rugby-WM ist nach Olympia und der Fußball-WM das drittgrößte Sportereignis der Welt.

Insbesondere in englisch- und französischsprachigen Ländern hat Rugby einen sehr hohen Stellenwert. Liga- sowie Länderspiele haben oft einen Zuschaueranteil zwischen 40.000 bis 80.000.

Es ist besonders hervorzuheben, dass z.B. im Gegensatz zu manch anderer Sportart, Rugby -Veranstaltungen, auch die 80.000 Zuschauer aufbieten, durchweg friedliche Riesenpartys sind, in dem Anhänger gegnerischer Mannschaften problemlos gemeinsam in einem Fanblock sitzen. Hooligans, Gewalt und Hasskultur einzelner Fangruppen, haben im Rugby-Sport keine Bedeutung und sind unerwünscht.

 

Rugby-Spieler und Rugby-Fans der gesamten Welt bilden eine riesige Familie und man respektiert sich rund um den Globus.

Auch auf dem Spielfeld kann man oft diese Kultur sehen. Spieler, die sich eben noch auf dem Feld hart angefasst haben, applaudieren sich gegenseitig nach dem Spiel. Da Rugby-Spieler ihr Können, ihre Kraft, ihre Spielintelligenz auf dem Platz messen, sind sie nicht nachtragend.

So rau es auch zugeht, so wichtig ist der Respekt vor dem Gegner und dem Schiedsrichter. Es ist im Rugby absolut verpönt den Schiedsrichter zu bedrängen oder gar tätlich anzugreifen.

Der Schiedsrichter ist nicht nur der “Verwalter” der Spielregeln, sondern gerade in internationalen Spielen auch der Leiter der Begegnung, damit diese in einen stetigen attraktiven Spielfluss bleibt.

Karl-Heinz Tiemann

 

Rugby Projekt